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FoeBuD-Newsletter: Ausgabe 13, März 2010

Der FoeBuD hat aus Berlin getwittert, wird aus Karlsruhe twittern, setzt ein neues Tool für Online-Petitonen ein und wundert sich, wer wohl das Netzsperrengesetz gemacht hat - keiner will's gewesen sein. Gerhart Baum ruft Sie zur Selbstverteidigung auf. Zum Beispiel können Sie die Petiton gegen ELENA unterstützen, zum AktiVKongreZ nach Hamburg kommen oder einfach nur den Fernseher ausschalten.

FoeBuD-Newsletter: Ausgabe 13, März 2010

Die sicherste Tür ist die, die man offen stehen lassen kann" (Chinesische Weisheit)

Inhaltsverzeichnis

  1. ) Urteil des Verfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung am 2.3.2010
  2. ) FoeBuD twittert
  3. ) Neues Petitions-Tool beim FoeBuD spart Zeit und Arbeit
  4. ) Internetsperren - Das Gesetz, dass keiner will (und keiner gemacht haben will)
  5. ) Wir müssen zur Selbstverteidigung übergehen - Kommentar von Gerhart Baum, Innenminister a.D.
  6. ) Mitzeichnen - Petition für Aufhebung von ELENA
  7. ) Einladung: Aktivenkongress Netzgesellschaft "AktiVKongreZ" in Hamburg
  8. ) Forschungsprojekte gesucht: Wie verändert Überwachung unser Verhalten?
  9. ) FoeBuD in der Presse - Datenkrake in der New York Times
  10. ) Nicht nur in Bielefeld - FoeBuD-Ortstreffs
  11. ) Shopping beim FoeBuD - neu im Angebot
  12. ) Termine
  13. ) Spenden
  14. ) Impressum


1.) Urteil des Verfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung am 2.3.2010

Das Bundesverfassungsgericht hat die Urteilsverkündung in Sachen "Vorratsdatenspeicherung" für Dienstag, 2. März 2010, 10:00 Uhr angesetzt. Über die entsprechenden Klagen hatte das Gericht am 15. Dezember unter großer öffentlicher Anteilnahme mündlich verhandelt. Zahlreiche Gutachter wurden gehört, Vertreter des FoeBuD e.V. waren anwesend.

Am 2. März werden padeluun vom FoeBuD und RA Meinhard Starostik, der die "Massen-Verfassungsbeschwerde" im Namen von rund 34.900 Klägern und den dazu gehörenden Eilantrag führt, in Karlsruhe beim Gericht sein. Der FoeBuD plant gemeinsam mit anderen Bündnispartnern eine Aktion mit der Datenkrake (siehe Punkt 9) vor dem Verfassungsgericht.

Es ist bislang das größte Massenbeschwerdeverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Kern geht es darum, ob das Verfassungsgericht bereits das Speichern der Daten als grundgesetzwidrig verwerfen wird oder lediglich den Zugriff auf die Daten beschränkt. Letzteres war bereits durch die Eilentscheidung des Gerichts vom 11. März 2008 erfolgt. Da das umstrittene Gesetz eine Richtlinie der Europäischen Union umsetzt, wird das Urteil des BVerfG wahrscheinlich Auswirkungen für die gesamte EU haben.

Einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) vom 26.2. zu Folge hat Hans-Jürgen Papier, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, "ein Grundsatzurteil zu der Massenspeicherung von Telefon und E-Mail-Verbindungsdaten angekündigt - und zwar eines, das in ganz Europa Beachtung finden wird."

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat gegenüber dem SPIEGEL angekündigt, "die zugrunde liegende EU-Richtlinie grundlegend zu überprüfen".
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,680686,00.html

Man darf also gespannt sein. Der FoeBuD wird weiter berichten und aus Karlsruhe twittern - das Hashtag lautet #vds :
http://twitter.com/search?q=%23vds
(siehe nächster Punkt)

Phoenix wird am 2.3 ab 9:45 Uhr live aus Karlsruhe übertragen:
http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/1?datum=2010-03-02&skip=1#

Datenschützer und Bürgerrechtler hoffen auf Karlsruhe. - dpa via Yahoo, 26.2.2010
http://de.news.yahoo.com/26/20100226/ttc-datenschtzer-und-brgerrechtler-hoffe-a0164be.html

Bundesverfassungsgericht: Pressemitteilung Nr. 8/2010 vom 18. Februar 2010
http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-008.html

Hintergrundmaterial zur Vorratsdatenspeicherung, v.a Gutachten und Stellungnahmen
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/77/85/lang,de/


2.) FoeBuD twittert

Seit Frühjahr 2009 nutzt der FoeBuD Twitter, um aktuelle Hinweise zu verbreiten: http://twitter.com/foebud

Für alle, die es nicht kennen: Twitter ist eine Plattform für Kurznachrichten (so genanntes "Microblogging"). Texte von bis zu 140 Zeichen ("Tweets") können dort verbreitet werden, auch von mobilen Geräten aus und daher fast in Echtzeit. Meist verweisen die Hinweise mit einem Kurzlink auf Webseiten mit Detailinformationen; aber auch für Kurznachrichten z.B. aus Sitzungen eignet sich Twitter. Die Nachrichten können mit Schlagworten ("Hashtags") versehen werden

Der Twitter-Feed ist ein separater Nachrichtenkanal des FoeBuD - unabhängig von der Website und deren RSS-Feed. Bisher hat der FoeBuD mehr als 2.300 "Follower" und etwas über 1.000 mal getwittert, u.a. aus der Sitzung des Petitonsausschusses des Bundestages am 22.3.2010 (s. Stück 4).

Auch wenn der FoeBuD nun Twitter nutzt: Für ungefährlich halten wir Twitter nicht. Auch Twitter ist ein sogenanntes "Soziales Netzwerk", über das sich Beziehungen zwischen Menschen nachverfolgen lassen.

Am Dienstag, 3.2.2010 wird der FoeBuD aus dem Bundesverfassungsgericht über die Urteilsverkündung in Sachen 'Vorratsdatenspeicherung' twittern. Das Hashtag lautet #vds

http://twitter.com/search?q=%23vds


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3.) Neues Petitions-Tool beim FoeBuD spart Zeit und Arbeit

Ein Problem bei Petitionen (oder z.B. bei der Massenbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung, s. Stück 1) ist die Datenerfassung. Wer sich beteiligen will, muss eine rechtsgültige, also handschriftliche Unterschrift abgeben. Das ist einfach. Es reicht, die Petiton auszudrucken und per Post zu verschicken, nachdem man sich bereits via Internet beteiligt hat.

Das Problem: Die Organisatoren (z.B. die Kanzlei Starostik im Falle der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung) müssen elektronische Meldungen und 'normale' Briefe zusammenführen. Das hat sich als echter Zeitfresser (wo viele Freiwillige in Berlin monatelang dran gearbeitet hatten) erwiesen, der die Schnelligkeit von Online-Aktionen bremst.

Deswegen setzt der FoeBuD jetzt ein neues Tool ein: Wie üblich kann sich damit Jede und Jeder via Internet an einer Aktion beteiligen, indem er oder sie einfach das entsprechende Formular ausfüllt. Ob die Angaben formal korrekt sind (z.B. Telefonnummern) und die Pflichtfelder ausgefüllt sind, wird - wie üblich - bereits online geprüft.

Der Clou: Nach dem finalen "Abschicken" des Formulars bekommt man ein PDF-Dokument mit individuellem Barcode, dass man nur noch unterschreiben und per Post absenden muss. Die Organisatoren brauchen dann nur noch den Barcode einzuscannen.

Das Tool wurde bereits bei den "Offenen Briefen an die FDP" erfolgreich zeit- und resourcensparend eingesetzt. Dabei gewonnene Erfahrungen flossen in die Weiterentwicklung mit ein.

Mitmachen: Offener Brief an die FDP. Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse
http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/freiheit-ist-keine-verhandlungsmasse
(nicht mehr aktiv)


4.) Internetsperren - Das Gesetz, das keiner will (und keiner gemacht haben will)

Als Bundespräsident Köhler am 17. Februar das "Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen" (vulgo Zensurgesetz) unterzeichnete, setzte er damit das I-Tüpfelchen auf eine ausgemachte Polit-Posse, aber nicht den Schlußpunkt. Denn am 22.2. verhandelte der Petitionsausschuss des Bundestages in öffentlicher Anhörung über die Petition gegen das so genannte Zugangserschwerungsgesetz. Angestoßen von Franziska Heine war sie mit 134.014 Unterzeichnern die resonanzstärkste Petition, die es jemals in Deutschland gegeben hat.

Schon vor der Anhörung war deutlich, dass kaum einer der beteiligten oder aktuell regierenden Politiker das Gesetz in der vorliegenden Form noch will. Zum einen ist - ganz banal - der Bundestags-Wahlkampf vorbei, zweitens aber hatte die Aktivität des Arbeitskreises gegen Zensur zu einem politischen Umdenken geführt.

Petentin Franziska Heine forderte bei der Anhörung die alsbaldige Aufhebung des Gesetzes. Ihre komplette Rede vorm Petitionsausschuss finden Sie auf den Webseiten des FoeBuD, einen Videomitschnitt beim Bundestag.

Jetzt will es selbstverständlich keine und keiner gewesen sein... Der FoeBuD hatte während der Sitzung getwittert, viele der so übermittelten Zitate sind im Wortsinn "vielsagend".

Was jetzt geschehen muss, ist klar: Das Zensurgesetz muss weg. Ersatzlos. Ob das mit oder ohne Gesichtsverlust für die Politik geschieht, das hängt auch davon ab, ob die Politik souverän genug ist, einen Fehler auszubügeln, ohne neue Fehler zu begehen.

Oh Schande! Köhler hat Zensurgesetz unterschrieben..
http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/zensur/oh-schande-koehler-hat-zensurgesetz-unterschrieben/

Rede von Franziska Heine vor dem Petitionsausschuss des Bundestages vom 22.2.2010:
http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/zensur/redetext-franziska-heine/

Videomitschnitt der kompletten Anhörung (Bundestag, Mediathek):
http://pic.tv1.de/media/bundestag/player_embed.html?singleton=true&content=506559

Twitter-Feed des FoeBuD und in Sachen "Zensursula"
http://twitter.com/foebud

http://twitter.com/search?q=%23zensursula


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https://www.foebud.org/mitglied





5.) Wir müssen zur Selbstverteidigung übergehen - Kommentar von Gerhart Baum, Innenminister a.D.

Dass ein ehemaliger Bundesinnenminister die Bürger zur "Selbstverteidigung" gegen den Staat aufruft, ist nicht nur mit Blick auf die Amtsnachfolger von Gerhart Baum höchst bemerkenswert. Er sieht die Grundrechte in Gefahr und plädiert für eine "Datenschutzbewegung nach dem Vorbild der erfolgreichen Umweltbewegung".

Gerhart Baum (Politiker, Rechtsanwalt, 1978-1982 Bundesminister des Innern) hat mehrere Verfassungsbeschwerden erfolgreich auf den Weg gebracht. Gegen den Großen Lauschangriff, gegen das Luftsicherheitsgesetz, gegen die Online-Durchsuchung und gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Seinen Gastkommentar zum Stand der Datenschutzdiskussion im Januar 2010 lesen Sie beim FoeBuD:

Wir müssen zur Selbstverteidigung übergehen - Gastkommentar von Gerhart Baum

https://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/stand-der-datenschutzdiskussion

Sein Buch 'Rettet die Grundrechte' gibt es in jeder Buchhandlung und im FoeBuD-Shop:
https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=buch-rettet-die-grundrechte-p-425


6.) Mitzeichnen - Petition für Aufhebung von ELENA

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Vorratsspeicherung gemäß dem 6. Abschnitt des Sozialgesetzbuch IV, §§95 ff. (Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises) aufgehoben wird." So der Text einer Petition, die beim Deutschen Bundestag eingereicht worden ist.

Der elektronische Entgeltnachweis (ELENA) verpflichtet seit Januar alle Arbeitgeber, die Daten ihrer Arbeitnehmer an die Deutsche Rentenversicherung Bund zu melden. Diese erstellt daraus eine zentrale Datenbank. Die Berechnung von Sozialleistungen soll dadurch vereinfacht werden. Der Preis dafür ist eine neue Datensammlung gigantischen Ausmasses.

Neben persönlichen Angaben wie Name, Anschrift, Geburtstag werden auch Angaben über den Verdienst, die Ausbildung, die genommenen Urlaubstage und vieles mehr gespeichert (die "gemeinsamen Grundsätze der Datenbeschreibung" umfassen 41 Druckseiten). Jeden Monat werden Arbeitgeber für jeden Beschäftigten einen "Multifunktionalen Verdienstdatensatz" (MVDS) an die Zentrale Speicherstelle melden.

Etliche der gesammelten Daten sind hochgradig subjektiv, denn die Arbeitgeber müssen z.B. nicht nur angeben, dass einem Mitarbeiter gekündigt wurde, sondern auch, wieso. Zur detaillierten Beschreibung gibt es ein Textfeld: "Schilderung des vertragswidrigen Verhaltens, das Anlass der Kündigung/Entlassung war" heißt das in den gemeinsamen Grundsätzen. Auch Angaben über die Teilnahme an Streiks sollen erfasst werden und ebenso, ob die Streiks rechtmäßig oder "wild" waren oder der Arbeitnehmer ausgesperrt wurde.

Neu an ELENA ist die umfassende Datenerhebung und -speicherung. Bislang fragten die Ämter diese Daten nur ab, wenn jemand Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Wohngeld, Prozesskostenbeihilfe etc.) beantragte. Jetzt werden sie auch von jedem gespeichert, der gar keine Hilfe vom Staat beantragt.

ELENA wird deswegen bereits als "Vorratsdatenspeicherung 2" bezeichnet.

Die Petiton kann noch bis zum Dienstag, 2.3.2010 unterzeichnet werden.

Petition: Datenschutz - Aufhebung des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA) vom 20.12.2009 (Ende Mitzeichnungsfrist 2.3.2010):
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8926

Appell an den Bundesrat: Keine Übermittlung intimer Daten aus dem Arbeitsverhältnis in ELENA!
http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/uld-appell-gegen-elena/


7.) Einladung: Aktivenkongress Netzgesellschaft "AktiVKongreZ" in Hamburg

Fr.-So., 14.-14. März 2010, Hamburg-Sasel, DGB Bildungszentrum.

Der FoeBuD e.V., der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung (AK-Vorrat) und der Arbeitskreis gegen Zensur (AK-Zens_r) laden zum Aktivenkongress Netzgesellschaft AktiVKongreZ. Eingeladen sind alle, die sich für Freiheit und Demokratie innerhalb und außerhalb der Netze egagieren wollen.

Das Leitmotto des Kongresses lautet "Freiheit statt Angst: Können Zensur und Vorratsdatenspeicherung ein Mittel zur Bekämpfung von Terror und Pädokriminellen sein?" Behandelt werden u.a. die Themen:

  • Öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz
  • Öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Netzsperren / Zensur und Netzneutralität
  • Absprachen / Planungen für Aktionen (z.B. Aktionstage / Demonstration(en)
  • Finanzierungen
  • Persönliche Vernetzung
  • Ortsgruppen KnowHow

Viele Themenbereiche rund um Internet und Bürgergesellschaft sind akut problematisch - Vorratsdatenspeicherung und Netzzensur sind nur die bekannteren Beispiele. Es ist wenig sinnvoll, für jedes anstehende Problemfeld einen eigenen Arbeitskreis zu schaffen; aber auch ein Dachverband scheint keine Lösung. Bei dem Kongress geht es vor allem darum, die bereits aktiven Initiativen besser miteinander zu vernetzen.

Kooperationspartner der Veranstaltung sind das DGB-Bildungswerk und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Der Teilnahmebeitrag (inkl. Übernachtung) beträgt 45,- Euro

Details und Anmeldung (via FoeBuD-Shop):

http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/aktivenkongress-netzgesellschaft-aktivkongrez
https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=aktivcongrez-aktivenkongress-maerz-2010-p-455

Orga-Wiki des AK Zens_r:
http://wiki.ak-zensur.de/index.php/AKtiVCongreZ_2010

Tagungszentrum Sasel des Deutschen Gewerkschaftsbundes
http://www.dgb-tagungszentren.de/hamburg-sasel


8.) Forschungsprojekte gesucht: Wie verändert Überwachung unser Verhalten?

Wie weit sind wir auf dem Weg zum Panoptismus? Wie weit ändert die fortschreitende Überwachung im Alltag das alltägliche Verhalten der Überwachten? Der Bürger, die doch Souverän sein sollen im demokratischen Staat?!

Durch die so genannte Vorratsdatenspeicherung wird jegliche elektronische Kommunikation überwacht: Telefon, Mobilfon, E-Mail und Internet. Private und staatliche Überwachungskameras werden immer mehr installiert. Techniken der Überwachung und der Identifizierung (z.B. der programmgestützten Gesichtserkennung) machen bemerkenswerte Fortschritte.

Jeder weiß, dass überwacht wird. Wie ändert dies Wissen unser Verhalten? Der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung sucht nach empirischen Belegen dafür.

Wenn Sie ein Projekt zur experimentellen Erforschung von Verhaltensänderungen kennen oder ausschreiben wollen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Sachdienliche Hinweise und Vorschläge bitte an die Mailadresse:

mailto:kontakt@vorratsdatenspeicherung.de

Überwachung verändert unser Verhalten - Empirischer Beleg gesucht
http://www.foebud.org/empirische-belege-gesucht/


9.) FoeBuD in der Presse - Datenkrake in der New York Times

An dieser Stelle kein Pressespiegel (der mit den üblichen Nachrichten-Suchmaschinen leicht zu erstellen wäre), sondern der Verweis auf die Highlights der Pressebereichterstattung, also das, was uns am meisten überrascht und gefreut hat:

Am 1. Februar 2010 druckte die New York Times ein Foto der "Datenkrake" des FoeBuD, die Peter Ehrentraut für uns gebaut hatte, aufgenommen während der letzten "Freiheit statt Angst"-Demo: 'Demonstrators in Berlin in September protesting the storage of personal details by Internet companies, which they call "data octopuses."'

In Europe, Challenges for Google
by Eric Pfanner. - New York Times, 01.02.2010
http://www.nytimes.com/2010/02/02/technology/companies/02google.html


10.) Nicht nur in Bielefeld - FoeBuD-Ortstreffs

Der FoeBuD e.V. ist nicht nur im Netz aktiv und in Bielefeld vor Ort.

Siegen: Aktive FoeBuD'ler und Interessierte treffen sich auch in Siegen: Vierzehntäglich donnerstags 18 bis 20 Uhr im "7inch" (Alte Poststraße 26 in der Siegener Oberstadt). Die nächsten Treffen sind am 11. und am 25. März.

Berlin: In Berlin gibt es regelmäßige Treffen an jedem zweiten Dienstag ab 19 Uhr in der "Joe Penas Cantina & Bar" (Marheinekeplatz 3, 10961 Berlin, Nähe U-Bahnhof Gneisenaustraße (U7)). Die nächsten Treffen sind am 2. und 16. März 2010.

Treffen in weiteren Städten sind geplant und erwünscht. Interessierte, die bei sich vor Ort einen FoeBuD-Treff machen wollen, wenden sich bitte an den FoeBuD, Tel. 0521-175254,

mailto:mail@foebud.org
http://www.foebud.org/treffen
http://www.foebud.org/treffen/siegen
http://www.foebud.org/treffen/berlin


11.) Shopping beim FoeBuD - neu im Angebot

Im Shop des FoeBuD finden Sie Verschiedenes rund um unsere Themen: Infomaterial, T-Shirts, "Gadgets" und nützliche Werkzeuge (wie z.B. das bekannte 'PrivacyDongle', den USB-Stick zum anonymen Surfen). Zwei Geräte stellen wir heute vor:

Flimmerkiste aus - der Fernseh-Ausschalter 'TV-b-Gone'

Fernseher laufen nicht mehr nur in den eigenen vier Wänden. An vielen öffentlichen und privatisierten Orten blubbern die Flimmerkisten vor sich hin. Oft ist der Informationswert gering und der Störfaktor hoch - bloß: einen Knopf zum Ausschalten sucht man vergebens.

Hier hilft das 'TV-b-Gone' (entwickelt von unserem Freund Mitch Altman aus San Francisco). Ein Klick, und die Flimmerkiste schweigt. Das Gerät funktioniert bei fast allen europäischen Fernsehgeräten (PAL), die mit Infrarotfernbedienung zu schalten sind. (European Generation 3). Die neue Version des Geräts (SHP) hat eine Reichweite von mehr als 100 Metern.

TV-b-Gone:
https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=tvausschalter-tvbgone-p-138&cName=gadgets-c-26
TV-b-Gone SHP (Super High Power, mit Reichweite von über 100 Meter):
https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=tvausschalter-tvbgone-pro-shp-gen4-p-449

Bericht bei heise.de:
Eine Fernbedienung gegen die Fernseher dieser Welt
Ernst Corinth. - 20.10.2004
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18623/1.html
Entspannung an - die Mindmachine 'TripGlasses'

Ebenfalls von Mitch Altman (dem Erfinder hinter Cornfield Electronics) stammt die Entspannungbrille 'TripGlasses'. Blinkende LEDs erzeugen nach dem Aufsetzen der Brille bei geschlossenen Augen bezaubernde Strukturen und Farben.

Meditative Sounds (via Kopfhörer) erleichtern die Entspannung. (Wir haben es ausprobiert, der Effekt ist unglaublich toll!)

https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=tripglasses-p-469&cName=gadgets-c-26

Alle Produkte aus dem FoeBuD Shop:
https://shop.foebud.org/


12.) Termine

Vortrag beim Stand des Heise Verlags auf der CeBIT 2010, Freitag, 5. März 2010, 12 Uhr

"Don't feed the Datenkraken! - Das Verfassungsgericht zur Vorratsdatenspeicherung und wie es weitergeht"

Vortrag und Diskussion von padeluun beim Stand des Heiseverlags in Hannover, Halle 5, Stand E38
http://www.heise.de/events/2010/heise_forum/programm_heise_cebit_forum_2010.pdf

Infostand beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München, Mi.-So., 11.-16. Mai 2010

Der FoeBuD e.V. wird auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag mit einem Stand vertreten sein und sucht noch Helferinnen und Helfer aus München. Interessierte melden sich bitte per
E-Mail: mailto:mail@foebud.org
http://www.oekt.de/

Hackerkongress SIGINT 2010 vom Sa.-Mo., 22.-24. Mai 2010 in Köln

Auf der SIGINT 2010, der Konferenz fuer Hacker, Netzbewohner und Aktivisten zu den Diskursen im digitalen Zeitalter, die der Chaos Computer Club im KOMED in Köln ausrichtet, wird der FoeBuD e.V. ebenfalls mit einem Stand vertreten sein.

Weitere Informationen zur Sigint 2010:
http://events.ccc.de/sigint/2010/wiki/Hauptseite
http://events.ccc.de/sigint/2010/wiki/SIGINT_2010

7./8.6.2010 DuD-Konferenz Berlin - Datenschutz und Datensicherheit

Auf der 12. Jahreskonferenz der Fachzeitschrift "Datenschutz und Datensicherheit" wird Rena Tangens vom FoeBuD e.V. als Referentin auftreten. Ihr Thema: "Medienstrategie für Große Brüder".

http://www.dud.de/
http://www.computas.de/html/dud10.html
http://www.computas.de/Agendaplan_DuD_2010v1.pdf


13.) Spenden

Die Arbeit des FoeBuD kostet Geld: Spenden sind willkommen über die Kontonummer 2129799 bei der Sparkasse Bielefeld (BLZ 48050161). Auch kleinere Beträge - 10 oder 20 Euro pro Monat - helfen uns weiter, unabhängig arbeiten zu können. Regelmäßige Spenden ermöglichen uns, unser Budget besser planen zu können.

Wer regelmäßig spenden möchte, kann zugunsten des FoeBuD einen Dauerauftrag erteilen oder eine Lastschriftermächtigung erteilen. Lastschriftermächtigungen sind auch online möglich unter http://www.foebud.org/spende/

Der FoeBuD schickt eine jährliche Spendenquittung.


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(Registernummer: HR 20 VR 2479 beim Amtsgericht Bielefeld)

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Verantwortlich fuer alle Inhalte des Newsletter (V.i.S.d.P. und Verantwortliche gemaess § 5 TMG): padeluun und Rena Tangens

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2010-05-04 14:48
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Großer Lauschangriff, Schnüffelchips, Videoüberwachung
Da kann man kann ja doch nichts gegen machen? Irrtum.
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