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FoeBuD-Newsletter: Ausgabe 009, Oktober 2005

Die BigBrotherAwards 2005 stehen kurz bevor. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch zum ersten mal in Tschechien. Dort leistete der FoeBuD e.V. Anschubhilfe. Der Metro-Konzern ist wieder Thema, genauso wie die möglichen Praktika beim FoeBuD und ein Rheimwettbewerb des Chaos Computer Club den wir unterstützen.

»Ich bin ein freier Mensch und werde jetzt von meinen Freiheitsrechten Gebrauch machen, und zwar ausgiebig -- natürlich nur in dem Rahmen, den Otto Schily mir noch zur Verfügung stellt...« (Der scheidende Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement am 10. Oktober 2005.)



1) BigBrotherAwards 2005: Datendieben auf die Finger klopfen

Am Freitag, 28. Oktober, ist es wieder so weit: Die BigBrotherAwards für Deutschland werden bereits zum sechsten Mal verliehen. Wer diesmal die Preisträger sind, wird vorher nicht verraten. Aber die Jury hat getagt und musste sich zwischen Hunderten von Vorschlägen, die eingeschickt wurden, entscheiden.

Der FoeBuD organisiert alljährlich die Nominierung und Preisverleihung. In der Jury entscheiden neben dem FoeBuD die Deutsche Vereinigung für Datenschutz, FITUG, der Chaos Computer Club, FlfF, die Internationalen Liga für Menschenrechte und die Humanistische Union über die Preisträger. Die Preise werden im Rahmen einer großen Gala mit Kabarett und Musik in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld vergeben.

Erstmalig findet die Preisverleihung nicht im Murnausaal, sondern im größeren Historischen Saal statt. Dort gibt es mehr Platz und frische Luft – der Murnausaal platzte bei den vergangenen Preisverleihungen regelmäßig aus allen Nähten. Der Rahmen ist feierlich: Andreas Liebold wird durch das Programm führen, das LiquidJazzTrio für musikalische Intermezzi sorgen. Bühnenbau und Regie des späten Nachmittags übernahm der Theaterregisseur Matthias Harre. Und gerade weil das Thema so ernst ist, bedarf es auch humoristischer Einlagen: Für diejenigen Gewinner, die zur Entgegennahme des Preises nicht erscheinen, sorgt padeluun für eine »kabarettistische Pflichtverteidigung«. Denn die Preisträger sind meistens wenig erfreut, ein Negativpreis passt nicht recht ins Regal.

Die BigBrotherAwards wurden ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern -- sie zeigen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen. Seit 1998 wird ein solcher Preis in verschiedenen Ländern, seit dem Jahr 2000 auch in Deutschland, an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen.

Verleihung der BigBrotherAwards:
Freitag, 28. Oktober 2005, 16 Uhr.
Ravensberger Spinnerei, Historischer Saal, Bielefeld
Weitere Informationen: http://www.bigbrotherawards.de


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2) FoeBuD in Prag: Zu Besuch bei den tschechischen BigBrotherAwards

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern werden BigBrotherAwards verliehen. In diesem Jahr-- ebenfalls am 28. Oktober-- erstmals in Tschechien. Veranstalter in Prag ist der Verein »Juridicum Remedium«. Am 23. August waren Rena Tangens und padeluun für den FoeBuD in Prag, um zusammen mit »Juridicum Remedium« eine Veranstaltung im dortigen Goethe-Institut durchzuführen. Zum Seminar erschienen Vertreter des Innen-, Finanz- und Informatikministeriums sowie des Prager Polizeipräsidiums. Für das tschechische Parlament war ein sozialdemokratischer Abgeordneter interessierter Teilnehmer.

Ein deutliches Zeichen, dass die BigBrotherAwards auch in Tschechien bereits jetzt, bevor überhaupt der erste Preis verliehen wurde, ernst genommen werden. In Tschechien ist eine Diskussion über öffentliche Datenbanken und ihre Vernetzung wie Einwohnermeldedaten, Kfz-Daten oder auch das Handelsregister in Verwaltung und Politik entbrannt. Datenschutz ist wichtig für das Funktionieren der Demokratie. Der FoeBuD stellte die BigBrotherAward-Preisträger der Kategorie Behörden/Verwaltung der vergangenen Jahre vor.

BigBrotherAwards in Tschechien: http://www.bigbrotherawards.cz

3.) RFID: Metro-Group und FIFA gehen gegen kritische Presse vor

»Der gläserne Bürger – Überwachung per Funk-Chip« hieß ein Beitrag über den Einsatz der RFID-Technologie (Radio Frequency IDentification), den das ZDF im Rahmen seines Magazins Frontal 21 ausstrahlte. Eigentlich ein Grund, sich über weitere kritische Berichterstattung zum Thema RFID zu freuen. Doch mittlerweile ist der Beitrag auf dem Server des ZDF nur noch in einer stark redigierten »Web-Version« zu lesen, das Video wurde entfernt und das Sendemanuskript ist nicht mehr verlinkt und damit nicht mehr zu finden. Wichtige Teile der Kritik am Metro-Konzern sind damit der Öffentlichkeit entzogen.

Frontal 21-Autor Ulrich Stoll thematisierte in dem Beitrag unter anderem das Vorgehen des Weltfußball-Verbandes FIFA bei der WM 2006 und das Verhalten der Metro Group. RFID-Chips in den Tickets der kommenden Fußballweltmeisterschaft sollen die Überwachung der Fans und das Anlegen personenbezogener Bewegungsprofile ermöglichen. Die Metro Group setzt auf Produkten in ihrem »Future Store« in Rheinberg nach wie vor Warenetiketten mit RFID-Chips ein. Nachdem ein Interview-Wunsch des ZDF von der Metro »aus Zeitgründen« abgelehnt worden war und der Pressesprecher der Metro verlauten ließ, man sehe auch thematisch keinen Bezug, denn Metro »konzentriere sich auf den Einsatz von RFID in der Logistik«, filmte Stoll unangemeldet im Supermarkt. Und siehe da -- Zitat aus dem Sendemanuskript: »Unter Logistik scheint die Metro AG nicht nur die Lagerhaltung zu verstehen, sondern das gesamte Warenangebot. Mit versteckter Kamera entdecken wir im Kundenbereich Käsepackungen mit Funkchips. Und wir finden auch Musik-CDs, auf denen RFID-Chips kleben. Die neue Technik soll offenbar unbemerkt in unseren Alltag eindringen. Das Ziel: Der gläserne Kunde«.

FIFA und Metro Group gingen gegen die Sendung vor; letztere verlangte die ersatzlose Streichung ganzer Passagen. Das ZDF widersprach Metro inhaltlich in allen Punkten und wartet nun auf gerichtliche Klärung. Derweil nahm das ZDF dennoch vorsichtshalber das Video des Beitrags aus dem Netz und kürzte den Text zur Sendung, so dass Metro nicht mehr darin vorkommt. »Netzwerk Recherche«, eine Vereinigung engagierter Journalistinnen und Journalisten, veröffentlichte die Zensurmaßnahme in ihrem Newsletter vom 21. September. Das Video des zensierten Beitrags kursiert mittlerweile in Tauschbörsen.


Das Sendemanuskript kann vom Netzwerk Recherche geladen werden: http://www.netzwerkrecherche.de/newsletter/25/ZDF-Frontal21-RFID-0,1896,2002438,00.pdf

Frontal 21 – Webfassung über den Beitrag: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2364913,00.html

Mehr Informationen zu RFID und Metro auf den Seiten des FoeBuD: http://www.foebud.org/rfid/metroskandal

Der Future Store der Metro-Gruppe im Netz: http://www.future-store.org

4) Vielfältig füttern: Die FoeBuD-Website hat nun eine Redaktionsgruppe

Besucher der FoeBuD-Seiten werden es schon bemerkt haben: Es tut sich einiges. Am Design wird gefeilt. Das Redaktionssystem »plone« ist eine Open-Source-Software. Es bietet die Möglichkeit, dass viele Leute gemeinsam und auch von verschiedenen Orten aus für die FoeBuD-Webseite schreiben. Dies ist prinzipiell von überall auf der Welt möglich. In Bielefeld hat sich in den vergangenen Monaten eine Redaktionsgruppe zusammengefunden. Acht Entschlossene stellen nicht nur aktuelle Nachrichten aus dem Arbeitsbereich des FoeBuD ein, sie sortieren auch die Vergangenheit: Ältere Artikel werden aktualisiert und in neue Rubriken eingeordnet. Mehr Übersichtlichkeit und ein größerer Nutzen für die User sollen dabei herauskommen. Und die Texte sollen nach und nach ins Englische übersetzt werden, damit sie weltweit mehr Menschen erreichen können.

Wer die FoeBuD-Nachrichten stets aktuell in seinem Browser haben will, kann sich des RSS-Feeds bedienen. RSS ist ein plattform-unabhängiges Format, entwickelt um Nachrichten und andere Web-Inhalte auszutauschen. Die Abkürzung RSS steht für »Really Simple Syndication«. Einige Browser -- beispielsweise Opera und Mozilla -- haben diese Funktion inzwischen integriert, ansonsten ist ein RSS-Reader nötig. Über diese Technik kann man sich neue Inhalte bestimmter Bereiche der FoeBuD-Website automatisch nach Hause holen, ohne die Website des FoeBuD »zu Fuß« durchstöbern zu müssen. Zur Auswahl stehen FoeBuD-Nachrichten, Termine und die Presseschau. In Form von Schlagzeilen werden die Themen angerissen, die bei weitergehendem Interesse angeklickt werden können.

Die Redaktionsgruppe würde sich über weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen. Wer mitmachen möchte -- also z.B. eigene Beiträge schreiben, Texte Korrekturlesen oder ins Englische übersetzen -- wende sich per E-Mail an redaktion@foebud.org.

Der FoeBuD im Netz: https://www.foebud.org

5) Abwechslungsreich arbeiten: Praktikum beim FoeBuD

Ein Praktikum beim FoeBuD ist mit Sicherheit nichts für Leute, die es sich einfach machen wollen. Die Anforderungen sind vielfältig und Arbeit ist unendlich viel vorhanden. Im Austausch gibt es unterschiedlichste Dinge zu lernen, interessante Themen und Projekte zu bearbeiten, Gelegenheit zu Teamwork mit anderen im »Club der freundlichen Genies«.

In diesem Sommer war Moritz Borgmann als Schülerpraktikant für einen Monat in der Marktstraße. Mit seinen vielfältigen Fähigkeiten und Talenten -- vom Programmieren über professionell telefonieren, Buchhaltung und Produktion eines Videos über sein Praktikum bis hin zum Muffinsbacken -- seiner Freude an eigenständiger Arbeit, Austausch und Diskussion hatten ihn die FoeBuDs schnell ins Herz geschlossen. Wir bedauern, dass der Monat so schnell vorbei war und Moritz nun wieder die Schulbank drücken muss.

Einen tiefen Einblick in die Arbeit des FoeBuD erhielt Florian Glatzner, der bis Ende September für zwei Monate zum Praktikum in der Marktstraße weilte. Zu seinen Aufgaben gehörten die Betreuung des Nachrichtenarchivs, Recherchen und die Mitarbeit bei der Vorbereitung des BigBrotherAwards. »Diese Aufgabe war besonders interessant, da ich hier viele reale Beispiele dafür bekam, warum eine Bewahrung des Datenschutzes und das Eintreten für die Persönlichkeitsrechte sowohl im individuellen, als auch im gesellschaftlichen Bereich so wichtig ist«, sagte er nach seinem Praktikum. Der Student der Politikwissenschaften aus Münster ist vom FoeBuD so angetan -- »ein lehrreiches und interessantes Praktikum, das ich nur jedem Interessierten weiterempfehlen kann« -- dass er gleich dabeibleibt: Seit März 2007 ist er hauptamtlich beim FoeBuD angestellt. Willkommen im Club!

Wer sich für ein Praktikum beim FoeBuD interessiert, möge sich melden. Die Mindestdauer beträgt ein Monat.
Kontakt: mail@foebud.org

Spenden -- mäßig, aber regelmäßig.
FoeBuD e.V. / Konto 2129799 / Sparkasse Bielefeld / BLZ 480 501 61


6) Schöner reimen: FoeBuD unterstützt den Lyrical I-Wettbewerb

Ab sofort sammelt der Chaos Computer Club Limericks, Schüttelreime, Haikus, Sonette, formlose Werke - kurz alle möglichen und unmöglichen Gedichte rund um CCC-Themen: Ein Sonett über RFID ist ebenso willkommen wie eine »Ode an meinen WindowManager«, das »Liebesgedicht an mein Notebook« oder ein »Programmiersprachen«-Gedicht. Und zu gewinnen gibt es auch was: Schöne Produkte aus dem FoeBuD-Shop.

Ziel des Wettbewerbs sind schöne Gedichte, eine Menge Spaß und eine neue, ungewohnte Herangehensweise an Themen. Heraus kommen sollen auch originelle Signaturen und Fortune Cookies für alle.

Einsendeschluss für die Meisterwerke ist Sonntag, 4. Dezember 2005. Gültige Einsendungen müssen unter der Creative Commons License stehen. Die besten Einsendungen werden von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt und im Rahmen des 22. Chaos Communication Congress präsentiert.

Die Gedichte können in Deutsch oder Englisch an lyrical_i@ccc.de geschickt werden. Alle entsprechend eingesandten Gedichte werden auf http://www.ccc.de/lyrical_i veröffentlicht.


7) Informativ shoppen: Flyer zu RFID erhältlich

Im FoeBuD-Shop ist wie immer Bewegung: Neu im Sortiment ist ein Info-Flyer zum Thema RFID. Er kostet nichts außer Porto. In dem Flyer mit dem Titel »StopRFID« werden die wichtigsten Kritikpunkte an den Schnüffelchips aufgelistet. Gedacht sind die Info-Flyer zum Verteilen bei Veranstaltungen, aber auch als Diskussionsgrundlage im Freundeskreis. Der Info-Bereich im Shop soll weiter ausgebaut werden: Flyer zu weiteren Themen wie zum Beispiel Videoüberwachung sind in Planung.


Der FoeBuD-Shop im Netz: https://shop.foebud.org

Wer etwas Ansteckendes, Kleidsames oder Klebriges für seine Organisation, seine Veranstaltung oder seine Kampagne braucht, kann sich an Axel Rüweler vom FoeBuD-Shop wenden: shop@foebud.org.


8) Bücher: Blogs und ihre Vorläufer – RFID in der Kritik

Mit einem Beitrag von Rena Tangens und padeluun erschien im September das Buch»Online-Journalismus«. Herausgeber ist das »Netzwerk Recherche«, das dieses Buch im Rahmen seiner Werkstatt-Reihe veröffentlichte. Grundlage ist eine Tagung des Netzwerks in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung, die Anfang Mai in Wiesbaden stattfand. Auf 160 Seiten schreiben Journalisten, Blogger, Bewegungsforscher, Filmemacher und NGOler über Möglichkeiten und Fallstricke des Online-Journalismus. Rena Tangens und padeluun erinnern in ihrem Beitrag »Mosaiksteine für das kollektive Netzgedächtnis« unter anderem an das »Zagreb Diary«, das der Friedensaktivist Wam Kat während des Krieges in Ex-Jugoslawien schrieb, und an das »Europäische Tagebuch«-Projekt im Zerberus MailBox-Netz, das von dem Schriftsteller Peter Glaser initiiert wurde. Beides sind Vorläufer der Weblogs in den frühen 90er Jahren.

»Umhegt oder abhängig?« fragt das von Jörg Eberspächer und Wolf von Reden im Springer-Verlag herausgegebene Buch; »Der Mensch in einer digitalen Umgebung« lautet der Untertitel. Das Buch dokumentiert Vorträge und Podiumsdiskussionen einer Fachtagung zum Thema RFID, die der »Münchner Kreis« veranstaltet hat. Das Buch enthält einen Beitrag von Rena Tangens: »RFID in der Kritik«. In ihm stellt sie die Gefahr dar, die von dieser Funktechnik ausgeht. Die weltweit eindeutige Seriennummer, die Möglichkeit, RFID-Chips berührungslos aus der Entfernung auslesen zu können, die Verknüpfung zu personenbeziehbaren Datenbanken sind nur drei von mehreren Gefahrenquellen, die von RFID-Chips ausgehen. Deswegen muss Datenschutz Standard sein. Opt-Out-Lösungen, wo die Kunden extra tätig werden müssen, um ihre Privatsphäre zu schützen, sind nicht akzeptabel. Wir brauchen eine datenschutzfreundliche Technik, schreibt Rena Tangens in ihrem Buchbeitrag. Die Bürger haben die einmalige Chance, bei der RFID-Technologie die Richtung mitzubestimmen, in dem sie sich einmischen. »Wir müssen uns entscheiden, ob wir für eine Kontrollgesellschaft oder für eine lebenswerte Welt arbeiten«.

Das Buch »Online-Journalismus« kann bestellt werden beim Netzwerk Recherche: www.netzwerkrecherche.de. Demnächst ist es auch im FoeBuD-Shop erhältlich.

»Umhegt oder abhängig?« (ISBN 3-540-28143-6) ist im Buchhandel erhältlich


9) FoeBuD in den Medien: Print, Funk und Fernsehen

Weiterhin großes Echo findet unsere Arbeit in den Medien. Ein freies Fernsehteam drehte im FoeBuD-Büro, um eine DVD zu produzieren. In der NRW-Ausgabe der TAZ stand im September ein ganzseitiger Artikel über die BigBrotherAwards. In der Zeitschrift Ökotest fand sich ein kritischer Artikel über Datenschutz, der viele Informationen vom FoeBuD bezog. Der Bayrische Rundfunk, der Hessische Rundfunk und ntv holten sich Informationen und O-Töne. Neben den Preisen für die größten Datenkraken interessierten sich die Medien in den vergangenen Monaten nach wie vor stark für das Thema RFID. Anfragen und Artikel gab es aber auch zu den Themen Adresshandel und biometrischer Pass. Nur noch bis spätestens zum 31. Oktober 2005, örtlich zum Teil auch früher, kann der »alte« Reisepass ohne biometrische Daten + RFID-Chip beantragt werden.

Ein Artikel zum Thema biometrischer Pass: FoeBuD Nachricht zum neuen Pass
Das Pressearchiv des FoeBuD im Netz: http://archiv.foebud.org

PUBLIC DOMAIN -- Das monatliche Studium generale beim Club der freundlichen Genies. Öffentliche und kritische Wissenschaft kostet Geld, spenden Sie!
Konto 2129799, Sparkasse Bielefeld, BLZ 480 501 61


10) Public Domains: »Gebrauchsanleitung für Europa« und »Abhören von Telefonen«

Am Sonntag, 6. November, kommt Dr. Michael Efler als Referent zur PUBLIC DOMAIN. Er ist im Vorstand von »Mehr Demokratie e.V.«. Die bundesweit agierende Organisation setzt sich für die Freiheit, Selbstbestimmung und mehr direkte Demokratie ein. Besonders wichtig ist ihr dabei das Instrument der Volksabstimmung. In Gemeinden und Ländern, im Bund und in Europa sollen die Menschen über wichtige Sachfragen direkt entscheiden können. Michael Efler, promovierter Volkswirt, skizziert in seinem Vortrag bei der PUBLIC DOMAIN, wie die Gremien, Räte und das Parlament der Europäischen Union funktionieren, und gibt damit so etwas wie eine Gebrauchsanleitung für Europa. Anhand konkreter Beispiele -- nämlich der Einführung des biometrischen Passes und des europäischen Haftbefehls -- wird er zeigen, welche Wege Gesetze und Verordnungen in Brüssel nehmen. Last but not least wird es um die künftige europäische Verfassung gehen.

Am Sonntag, 4. Dezember, geht es bei der PUBLIC DOMAIN um das Thema »Abhören und Orten von Mobiltelefonen«. Referent ist Frank Rieger vom Chaos Computer Club aus Berlin. Die Zahl der legalen und illegalen Abhörfälle steigt immer weiter. Besonders betroffen sind Mobiltelefone. Der Vortrag gibt einen leicht verständlichen Überblick zur rechtlichen Lage und technischen Praxis im Abhöralltag. Frank Rieger beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren unter anderem im Chaos Computer Club mit Informationssicherheit und dem Schutz vor Abhören und Überwachung. Als technischer Geschäftsführer der Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation in Berlin ist er bestens mit den aktuellen Tendenzen und technischen Möglichkeiten beim Abhören von Mobiltelefonen vertraut.


Termine:

PUBLIC DOMAIN #139
Michael Efler: Europa - wie funktioniert das?
Sonntag, 6.November 2005, 15 Uhr
Bunker Ulmenwall, Bielefeld

PUBLIC DOMAIN #140
Frank Rieger: Mobiltelefone abhören und orten
Sonntag, 4. Dezember 2005, 15 Uhr
Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Mehr Informationen in Kürze unter: http://www.foebud.org/pd


Spenden:

Die Arbeit des FoeBuD kostet Geld: Spenden sind willkommen über die Kontonummer 2129799 bei der Sparkasse Bielefeld (BLZ 48050161). Auch kleinere Beträge – 10 oder 25 Euro pro Monat – helfen uns, weiter unabhängig zu arbeiten. Selbstverständlich freuen wir uns über größere Einzelspenden. Doch regelmäßige Einnahmen helfen uns, unser Budget besser planen zu können.

Wer regelmäßig spenden möchte, kann FoeBuD einen Dauerauftrag erteilen oder dem FoeBuD e.V. eine Lastschriftermächtigung erteilen. Lastschriftermächtigungen sind auch online möglich unter http://www.foebud.org/spende/formmailer

Der FoeBuD ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt und schickt jährlich eine Spendenquittung.


Kontakte:
Internet: https://www.foebud.org, Mail: foebud@bionic.zerberus.de
www.bigbrotherawards.de, www.stoprfid.de, www.spychips.org
FoeBuD e.V., Marktstr. 18, D-33602 Bielefeld,
Tel: 0521-175254, Fax: 0521-61172
Neu: Der FoeBuD-Shop: http://shop.foebud.org

2008-03-26 19:21
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