PD #129 – Die Stasi hinter der Küchenspüle
Claudia Rusch liest aus „Meine freie deutsche Jugend“
Claudia Rusch
Sonntag, 07.03.2004 ab 15:00 Uhr
Im Hause Havemann sprach man nicht von Stasi, sondern von Kakerlaken, wenn die Posten vor dem Haus oder in den Autos gemeint waren. Und weil das so war, wurde ich groß, ohne zu ahnen, was Kakerlaken wirklich sind. Ich war ungefähr 16, als ich einen Bekannten besuchte, der gerade in ein Studentenwohnheim gezogen war. Ich lobte sein Zimmer. Ja, sagte er, es sei toll, nur die vielen Kakerlaken würden stören. „Was? Hier? Wo denn?“ „Na, hinter der Küchenspüle.“
(Claudia Rusch in „Meine freie deutsche Jugend“)
Claudia Rusch, Autorin aus Berlin, ist im Umfeld der DDR-Bürgerrechtsbewegung aufgewachsen. Sie erzählt mit entwaffnender Offenheit von einer fast normalen Kindheit in der DDR. Mit Herz und Humor erinnert sie sich an gängige Unterdrückungs- und Bespitzelungsmaßnahmen und mehr.
Sonntag, 07.03.2004 ab 15:00 Bunker Ulmenwall
Wir danken dem Buchladen Eulenspiegel in Bielefeld für seine Unterstützung.
Information des S.Fischer Verlages zu Claudia Rusch:
www.fischer-tb.de/cgi-bin/buchseite.asp?vid=310&isbn=310066058
Leseprobe (Die Hauptabteilung VIII im Märchenwald):
www.fischer-tb.de/cgi-bin/leseprobe.asp?isbn=310066058&vid=310
Eine Buchrezension des Deutschlandradios:
www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-lit-pol/812.html
Eine Buchrezension der Wochenzeitung Freitag:
www.freitag.de/2003/37/03371402.php