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Presseschau

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BigBrotherAward-Jury-Mitglied Alvar Freude schon wieder freigesprochen

Alvar Freude, f├╝r den Fitug Mitglied der BigBrotherAwards-Jury, tritt vehement f├╝r Informationsfreiheit und gegen Internet-Zensur ein. Seine Bem├╝hungen brachten ihm eine Strafanzeige ein, die nunmehr vor dem Oberlandesgericht verhandelt wurde: Freispruch. Mehr steht bei Netzpolitik.

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Studierende reichen Klage ein -- Uni M├╝nster baut Kameras ab

Mancher Erfolg kommt schneller als gedacht. Kaum haben drei Studierende des Fachbereichs Jura der Universit├Ąt M├╝nster vor dem Verwaltungsgericht eine Klage gegen die Video├╝berwachung an der Uni eingereicht, reagierte die Hochschulleitung. Sie lie├č k├╝rzlich einen Teil der inkriminierten Kameras auf dem Campus der Wilhelms-Universit├Ąt abbauen. An 20 Standorten, an zahlreichen Fachbereichen, aber auch in der Bibliothek und den Kellerr├Ąumen waren insgesamt 61 Kameras angebracht.

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Uni M├╝nster baut Videokameras wieder ab

Drei Studierende verklagen die Universit├Ąt M├╝nster wegen Video├╝berwachung. Und hoffen auf das bundesweit erste Urteil gegen Campus-Kameras. Die Hochschule reagiert und schaltet zahlreiche ├ťberwachungsanlagen wieder ab.

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Identifizierung aus der Entfernung

Obgleich sich RFID-Chips nicht als besonders sicher erwiesen haben, will man im US-Heimatschutzministerium die Reichweite des Ablesens auch bei gro├čen Geschwindigkeiten von Fahrzeugen erheblich vergr├Â├čern. RFID-Chips sind klein und billig, lassen sich ber├╝hrungslos ablesen und garantieren einen effizienten ├ťberblick ├╝ber G├╝ter, Tiere oder auch Menschen, wenn sie Leseger├Ąte passieren. Ihre Verwendungsm├Âglichkeiten sind vielfach und lassen Fantasien sprie├čen. Passive RFID-Chips mit pers├Ânlichen Informationen werden in Ausweise (oder in Karten f├╝r die Fu├čballweltmeisterschaft) integriert, aber auch Menschen haben sich solche Chips bereits injizieren zu lassen, um dadurch angeblich zweifelsfrei identifiziert werden zu k├Ânnen. In den USA ├╝berlegt man nun, f├╝r Ausweise RFID-Chips zu verwenden, die sich auch aus einer Entfernung von mindestens 8 Metern und bei hoher Geschwindigkeit automatisch ablesen lassen. (Florian R├Âtzer, Telepolis)

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Unberechtigter Zugriff auf E-Mail rechtfertigt fristlose K├╝ndigung eines Admins

Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Aachen vom 16. August 2005 rechtfertigt der unbefugte Zugriff auf fremde E-Mails durch einen Systemadministrator dessen fristlose K├╝ndigung (Az. 7 Ca 5514/04).

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Neues von den Datenverbrechern der WM2006

Detlef Borchers beschreibt den faschistoiden Wahnsinn der Fu├čball-WM: "Alle Journalisten akkreditieren sich freiwillig, was man von den vielen Helfern und Arbeitern rund um die Show nicht sagen kann. Entsprechend protestiert das unabh├Ąngige Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein gegen die Akkreditierung, die zur WM noch umfangreicher ausfallen wird. Da werden mindestens 250.000 Menschen durchleuchtet, die in den verschiedenen Sicherheitszonen arbeiten m├╝ssen."

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Datensch├╝tzer: Vorratsspeicherung bei Telekommunikation f├╝hrt in den ├ťberwachungsstaat

Der von den Innen- und Justizministern in Br├╝ssel erzielte "Minimalkonsens" bei der geplanten Verpflichtung der Telekommunikationsanbieter zur Aufzeichnung der elektronischen Nutzerspuren der 450 Millionen EU-B├╝rger st├Â├čt bei Datensch├╝tzern auf erhebliche Widerst├Ąnde. "Wenn ├╝ber Monate hinweg minuti├Âs nachvollzogen werden kann, wer wo im Internet gesurft hat, wer wann mit wem per Telefon, Handy oder Email kommuniziert hat, wer wann welche Online-Dienste in Anspruch genommen hat, dann wird die Schwelle von der freiheitlichen Informationsgesellschaft zum digitalen ├ťberwachungsstaat ├╝berschritten", emp├Ârt sich Thilo Weichert, Leiter des Unabh├Ąngigen Landeszentrums f├╝r Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). Der gegenw├Ąrtige Vorsitzende der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der L├Ąnder wirft den Ministern eine "grundrechtliche Verrohung" vor, weil sie ihr "ma├čloses" Papier als "Kompromiss" zu verkaufen suchen.

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Man muss nicht Paranoid sein, um RFID zu f├╝rchten

Der Boston Globe hat sich mit RFID besch├Ąftigt: "Somebody needs to sit down and think this through. Dozens of companies and government agencies are planning to use RFID to track nearly every move we make. And although many of the individual applications make sense, what would happen if they were all implemented, without oversight or restraint? We'd then live in a world in which everything we own gossips about us behind our backs. And it would be too late to call the IBM Help Desk to ask for our privacy back."

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Sicherheitssystem soll unbefugte Schnappsch├╝sse mit Handykameras verhindern

Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology haben ein gewitztes Sicherheitssystem entwickelt, dass Objekte vor einem Ablichten mit Handykameras sch├╝tzt: Eine Videokamera sp├╝rt die Kameralinse eines Mobiltelefons aufgrund der charakteristischen Reflexion von dessen bildgebendem Computerchip auf. Dies l├Âst eine Serie von starken, wei├čen Lichtblitzen aus, die die erstellten Digitalfotos total ├╝berfluten.

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Biometrie-Pass: Industrie und Politik zeigen sich startklar

Am 1. November beginnt der gro├če Labortest mit biometrischen Reisep├Ąssen an der deutschen Bev├Âlkerung. Trotz der Warnungen des Chaos Computer Clubs (CCC) vor "rot blinkenden Bildschirmen" beim versuchten Grenz├╝bertritt pr├Ąsentierten sich am heutigen Dienstag Vertreter der Wirtschaft und der Bundesregierung bei einer Infoveranstaltung des Branchenverbands Bitkom bei der Bundesdruckerei in Berlin zuversichtlich ├╝ber das Gelingen des ambitionierten IT-Projektes.

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Payback geht an britische Investmentgesellschaft

Der BigBrotherAwards Preistr├Ąger Loyalty Partner (PayBack) wechselt von der Deutschen Lufthansa und Metro zu der britischen Investmentgesellschaft Palamon Capital Partners. Ob und wie das die reichhaltigen Datenbest├Ąnde betrifft ist unklar, und wird in Presseberichten nicht erw├Ąhnt. (Anmerkung: Der urspr├╝ngliche Link aus dem Herbst 2005 zu http://business-wissen.de/de/aktuell/akt22249.html ist tot. Deswegen verlinken wir auf Paybacks Presseinformation, was die Objektivit├Ąt allerdings ver├Ąndert.)

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